Dielenverlegung
Tipp: Holz direkt auf Holz führt im Freien zu Fäulnis!
Die Kontaktfläche zwischen Unterkonstruktion und Terrassendiele sollte so gering wie möglich gehalten werden. Der Abstand zwischen Diele und Unterkonstruktion sollte mindestens 5 mm betragen (Kapillarwirkung).
Der Hintergedanke bei diesen Maßnahmen ist eine optimale Hinterlüftung des Holzes zu erzielen, um so eine rasche Abtrocknung zu gewährleisten. Sehr gut bewährt haben sich hier die diversen Befestigunsmöglichkeiten der Firma SIHGA® (Terrassenfix, Dielenfix, oder die IGEL® Kralle von Braun&Würfele, alles bei uns erhältlich).
Es mag zwar sein, dass eine „fugenlose“ Verlegung anfangs ästhetischer wirkt, dies ist aber nicht zweckmäßig, denn hier kann es wieder zu Staunässe kommen.
Unterkonstruktion
Tipp: Vermeiden Sie den direkten Kontakt von Holz mit dem Erdboden!
Bei der Unterkonstruktion ist darauf zu achten, dass die Unterlegshölzer (z.B. 5/8 Staffel) nach Möglichkeit keinen Erdkontakt haben und genügend Abstand vorhanden ist.
Hierbei haben wir sehr gute Erfahrungen mit den Justierfüßen der Firma SIHGA® gemacht, mit denen es auch möglich ist gegebenes Gefälle auszugleichen, wodurch Staunässe und in weiterer Folge ein möglicher Schädlingsbefall vermieden wird.
Glatt oder Geriffelt?
Tipp: Kommen Sie zu uns und probieren Sie barfuß, ob Ihnen glatte oder geriffelte Oberflächen besser zusagen!
Terrassenbretter werden oft mit einer Riffelung zur Verringerung der Rutschgefahr angeboten.
Die Praxis zeigt jedoch, dass bei Nässe das Rutschen in Richtung der Riefen eher verstärkt wird. Ein sogenannter Schieneneffekt entsteht. Zudem kann Wasser nicht so schnell abtrocknen wie bei einer glatten Oberfläche.
Deswegen würden wir eine Riffelung nur bei Harthölzern empfehlen.
Vorteil von Riftsware
Tipp: Auf Ihrer Terrasse herrschen harte Bedingungen, geben Sie sich daher nur mit dem Besten zufrieden.
Riftsware sind im Rift-, Spiegel- oder Radialschnitt hergestellte Dielen (Riftbretter) mit vorwiegend aufrecht stehenden Jahrringen (Winkel zwischen Jahrring und Brettseite nicht kleiner als 60°, optimal 90°). Rifts besitzen eine größere Oberflächenhärte, ein um die Hälfte geringeres Schwindmaß und ein besseres Stehvermögen als die im Fladerschnitt hergestellten Seitenbretter.
Die Lärche schwindet und quillt in der Länge praktisch gar nicht (im Bereich 0,..). D. h. im Trockenheitsbereich einer verlegten, optimal getrockneten Diele liegt das Quell- und Schwindverhalten in der Breite unter 1 %.
Nutzen Sie unsere Erfahrungen und nehmen Sie unverbindlich mit uns Kontakt auf:
Einschnitt und Lagerung
In unserem Säge- und Hobelwerk legen wir schon beim Einkauf des Rundholzes Wert auf gute Qualität.
Das für unsere Terrassenböden bevorzugte Lärchenholz beziehen wir aus Oberösterreich und der Steiermark, welches in einer Seehöhe von 1200 m - 2000 m wächst.
Nachdem das Holz bei uns eingetroffen ist, werden daraus zuerst Pfosten in unserem Sägewerk eingeschnitten und zur natürlichen Trocknung gelagert.
Technische Trocknung
In weiterer Folge wird das Holz in einer Trockenanlage, auf die für unsere Hobelung notwendige Holzfeuchte von 10 - 12%, künstlich getrocknet. Dies ist für die Oberflächenqualität von besonderer Bedeutung, denn wird das Holz mit einer höheren Feuchtigkeit gehobelt, entstehen unschöne Rauhstellen, vor allem um die Äste. Die passende Holzfeuchte erreichen die fertigen Dielen erst wieder bei der Lagerung unter Dach im Freien, da Holz bekanntlich ja hygroskopisch ist.
Besäumung
Im nächsten Arbeitsschritt wird jeder Pfosten einzeln beurteilt und Rift- bzw. Halbriftware daraus erzeugt. Das heißt, es wird jeweils links und rechts von der Markröhre (oft fälschlicherweise als "Kern" bezeichnet, denn das Kernholz ist eigentlich das hochwertigere bei der Lärche) eine Diele geschnitten und dabei auch das helle Splintholz entfernt. Dadurch entstehen unsere verschiedenen Dielenbreiten von 10, 12, 14 und 16 cm.
Hobelung, Fräsung, Kappung
Anschließend werden die Dielen auf einem Kehlautomaten gehobelt und nur die oberen Kanten rund gefräst. Die unteren Kanten bleiben scharfkantig, weil daduch Wasser besser abtropft. Dann kommen die fertigen Dielen noch in eine Kappanlage, wo sie auf Ihre Wunschlänge zugeschnitten werden.
Was ist Rift/Halbriftware?
Als Rift- bzw. Halbrift bezeichnet man Bretter oder Dielen, bei denen die Jahrringe möglichst stehen.
Der Vorteil von Rift- bzw. Halbriftware liegt in der Dimensionsstabilität, höhere Belastungsstabilität, Schüsselung und Verwindung wird unterbunden, zudem wird Schieferbildung vermieden. Durch die Dielenstärke von 42 mm sparen Sie die Hälfte an der Unterkonstruktion.
Nutzen Sie diese Vorteile und nehmen Sie unverbindlich mit uns Kontakt auf: